noch n' Gedicht

Abgrundtiefe Lieb´ | Schwimmendes Gedicht | Wenn Gedanken wandern | Ich gehe
Ich habe die Engel gesehen | Verschmähter Heuschreck | Efeu
Kostbarkeiten | Schönste Wesen | Das Wesen | Blättertanz | Weihnachtsmenschen
Weihnachtsgüte | Herbsthauch | Mooshügelland | Liebesstrom | Lachender Tag | Baumgeist | Du bist da

 

Abgrundtiefe Lieb´

Brennen, Ziehen, Unruh´ stiften,
was vermag die Qual vernichten -
meiner Seele brach das Herz,
als du fortgingst -
Wahnsinn, Schmerz
schob anstelle deiner Liebe
sich in mein Gefühlsgetriebe.
Rasselt lodernd an den Nerven –
kann die Pein nicht von mir werfen.
Klammere, hänge durch und weine,
an den Wimpern zittern kleine
Tropfen wie im Morgentaue -
farblos, überall nur graue
Wolkendecken, Welt verendet -
abgrundtiefe Lieb´ verschwendet.

© Silke Wojtowitz Januar 2015

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Schwimmendes Gedicht

Es fließen die Worte,
die Sätze erblühn,
des Dichters Gedanken
entflammen hier kühn.

Wie Wellen, so rollt
Fantasie übers Blatte,
Erinnerungsfunken,
so bunt er sie hatte.

In fuchsienroten
azurblauen Tinten
entwickelte Verse,
von vorn wie von hinten.

Wie halblautes Echo
erklimmen Ideen
die Wellenkämme
bereits beim Entstehen.

In Wasserschlössern
verborgen im Turme
die Geistesblitze
erobern im Sturme.

Die Brandung schlägt hart
an die Lyrikküsten,
der Einfall des Dichters
erleuchtet gar Wüsten.

Mit Schöpferkraft,
Illusionen und Licht
erscheint da die Kunst
wie ein schwimmendes Gedicht.

© Silke Wojtowitz April 2012

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Wenn Gedanken wandern

Wenn Gedanken wandern seichte durch der Seele tiefe Schluchten,
schweben federleicht und schlichte durch kristallbesetzte Fluchten,
graben aus der Sinne Ängste oder auch des Herzens Reuen,
nagen am verlustgepeinigt´ Körper wie ein ewig Feuer.

Ströme der Gefühle wallen unentwegt durch Brust und Herzen,
ballen sich in Nebelschwaden rücksichtslos mit Pein und Schmerzen.
Doch gezielt der Qual entgegen schleicht sich sanft der gute Wille
auf ganz neu entdeckten Wegen in barmherzig leuchtend Stille.

Dann, oh Geist der klaren Lichtung, überstrahlt die dunkle Fülle,
eine Regenbogensonne, öffnet sich zur hellen Hülle.
Silberne Gedankenströme wellen sich durch schimmernd Sinnen,
formen sie zu Freudenhymnen, schicken Schwärze schnell von hinnen.

© Silke Wojtowitz 2013

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Ich gehe

Versunken in der schwarzen Tiefe,
erwacht mit ungewohntem Schmerz
als ob dort irgendetwas riefe,
als ob es greifen würd´, mein Herz.

Das Dunkel, das mich grad´ umschlungen,
ganz zart sich öffnet einen Spalt.
Die Stimme war noch nicht verklungen,
so herzlich wärmend gab sie Halt.

Auch wenn mein Aug´ dich nicht mehr sehe,
die Seele nimmt dein Strahlen auf.
Auch wenn ich nun bald von dir gehe,
ich geh den Regenbogen rauf.

Dank deiner Wärme, ich nicht friere.
Dank deines Lichtes ist es klar.
Dank deiner Lieb´, ich nichts verliere.
In Gottes Liebe wird es wahr.

© Silke Wojtowitz 2013

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Ich habe die Engel gesehen

Ich habe die Engel gesehen
mit silbernen Schwingen.
Sie füllten den Raum so weit -
die Luft begann zu klingen.

Sie schwebten und flogen herbei
zu trösten die Herzen.
Die Flügel so zart, so frei -
im Schein heller Kerzen.

Ich habe die Engel gesehen -
sie trugen die Lieben
ins herrliche Himmelreich,
so als könnten sie fliegen.

Sie streichelten flüchtig mein Haar
mit wärmenden Strahle.
Und gaben mir Mut und Kraft -
hoben mich raus aus dem Tale.

Ich habe die Engel gesehen
mit silbernen Schwingen.
Am Himmelszelt über den Wolken -
hoch droben hört man sie singen.

© Silke Wojtowitz Dezember 2007

In Gedenken an Gerald, verstorben am 26.11.2007


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Verschmähter Heuschreck

Ein Heuschreck zwirbelt mit Gefühle
sein Stimmbändchen im letzten Lichte.
Erfüllt die Abendluft, so kühle,
mit Tönen unter einer Fichte.
Er schnarrt und ruft so nach dem Weibe,
erzitternd seine Flügel klingen.
Doch sie erscheint nicht und nach `ner Weile
entschließt er sich davonzuspringen.

© Silke Wojtowitz 2005

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Efeu

Efeu hat etwas Anheimelndes
Er umrandet, gibt Geborgenheit, Schutz,
streckt seine Triebe zum Himmel, zur Sonne,
zu den Sternen.
Er lockt, klettert, umwickelt, hält fest.
Und doch wächst er in alle Richtungen,
sucht sich den Weg, auch noch in der kleinsten Ecke,
über die schmalsten Kanten, unermüdlich.
Die Formen der Blätter, fast sternenförmig sind sie,
oder auch wie Pfeile, zeigen sie in alle Richtungen.
Weisen sie Dir den Weg?
Nimm Dir ein Beispiel an der Emsigkeit des Efeus.
Nimm Dir Zeit, ihn zu betrachten,
das zügellose Durcheinander seiner Ranken.
Oft nur als schmückendes Beiwerk
an Gebinden, Sträußen wirkt er.
Dennoch gibt er dem Ganzen Vollkommenheit.

© Silke Wojtowitz 2005



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Kostbarkeiten

Kennst du die Kraft der Steine,
ihre glänzende, glitzernde Energie?
Unsichtbare Bänder, ausstrahlende Wärme,
strömen tief in die Bahnen der Nerven.

Diamant, der edle, voll Klarheit, voll Schönheit,
der Unbezwingbare, so fest, so hart!
Sein Funkeln unvergleichlich, für Liebe, für Treue,
begleitet den Blick in die Seele.

Rubin, blutrot, wie das Blut der Erde,
Karfunkel, so hieß er in früherer Zeit!
Der Edelsteine Mutter, gibt Mut, gibt Freude,
im Innern des tapferen Herzens!

Die Jade, die grüne, der Asiaten Freund,
ein Tugendsymbol, fünf an der Zahl!
Für Frieden und Liebe, auch Harmoniestein genannt,
bringt magische Heilung dem Körper!

Rosenquarz, der zarte, ein Leuchten von Rose,
Geschenk der Götter Eros und Amor!
Vermittelt Vertrauen, auch schmerzstillend wirkt er,
schickt Schwingungen der Liebe zum Freund!

Und Sodalith, der einzig und wahre,
der heilige Stein im bläulichem Kleid!
In schmeichelnder Hand, vertreibt alle Ängste,
belebt er die Muse des Künstlers!

© Silke Wojtowitz 2005

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Schönste Wesen

Grüne Wiesen, weites Feld,
schönstes Wesen auf der Welt,
unter Sonne glänzt die Pracht
Muskelspiele, massig Kraft.

Aufgestellter Schweif voll Stolz,
Fell wie schwarzes Ebenholz,
schnaubend, wiehernd, Augen blitzen!
Schaff es grad noch aufzusitzen.

Zottig Mähne weht im Winde,
bleckend Zähne, schnaubt geschwinde.
Wilde Pferdehufe schlagen
um sich - wollen fort mich tragen.

Traben, galoppieren, schweben -
auf zum Himmel sich erheben.
Donnernd Hufe auf der Erde -
schönste Wesen sind die Pferde!

© Silke Wojtowitz 2005

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Das Wesen

Was ist es, das mich so verzaubert,
am Wesen mit dem glänzenden Fell.
Wirft wild seinen Kopf hoch,
hebt stolz den Schweif.
Sagt: Sieh, das bin ich, dein Pferd!

Die blitzenden Augen, das kluge Gesicht,
die Pferdeseele im Innern,
verletzlich und zart
und doch so robust.
Sagt: Sieh, das bin ich, dein Freund!

Und tobt es, das Wesen,
läuft, rennt, galoppiert,
denk ich, es will zu den Sternen.
Doch kehrt es um, mit leuchtendem Blick.
Sagt: Sieh, das bin ich, dein Stolz!

© Silke Wojtowitz 2005

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Blättertanz

Sonnenstrahlen schleichen sachte
durch das transparente Blatt,
lassen es wie Seide schimmern,
goldenzart, unglaublich matt.
Westwinds Bote voller Schwunge,
trägt es liebevoll im Arm,
wiegt es sanft in seinem Atem
oftmals kühl und manchmal warm.

Blätterbrüder schauen staunend
von dem Mutterbaume zu,
warten, dass auch sie zum Tanze
aufgefordert nach der Ruh`.
Wirbeln bald schon zwischen andern
übers sonnenwarme Feld,
toben lustig, treiben schwebend
unterm Dach der grünen Welt.

Emsig übers Gras sie sausen,
unbeugsame Segelkunst,
voller Anmut sich erheben,
flatternd aus dem Bodendunst.
Sehnsuchtsvoll die Augen folgen
Ihrem schönen Blättertanz.
Leicht vergisst die eigne Seele,
dass vergänglich dieser Glanz!

© Silke Wojtowitz 2005

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Weihnachtsmenschen

Weihnachtssterne, Weihnachtswichte,
Weihnachtsbäume, blinzelnd Lichte,
weiße Flocken, Schneeverwehen,
Weihnachtsmenschen, stapfend gehen,
frierend Hände pustend warm,
einsam´ Seele, rührend arm.

Glockenläute, Himmelsstrahlen,
kräftig Düfte drängend prahlen,
Pfefferkuchen, hängend Tannen,
rosig Äpfel, leuchtend Flammen,
Weihnachtsbraten, sehnend Schmerz,
unerreichbar, armes Herz.

Weihnachtsmesse lockend offen,
Weihnachtssuppe löffelnd hoffen,
helfend Hände, bietend Heim,
ruhend Schlafplatz, nicht allein,
Weihnachtsmensch, der dankend wacht,
Weihnachtsmärchen, eine Nacht.

© Silke Wojtowitz 2005

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Weihnachtsgüte

Habt ihr es bemerkt, habt ihr es gerochen?
Keksduft kommt unter der Tür durchgekrochen,
Kerzenschein breitet sich schimmernd aus
In allen Räumen im ganzen Haus.

Und habt ihr auch die Engel entdeckt,
mit goldenen Flügel in der Tanne versteckt?
So wunderschön mit Harfen und Gesang
jubilierend fröhlich zum Glockenklang.

Und habt ihr denn schon aus dem Fenster geschaut?
Da hat ein Kind einen Schneemann gebaut.
Er steht dort zum Trotze mit silbernen Locken
im wirbelnden Tanz weißer Winterschneeflocken.

Ein Hauch von Glühwein zieht durch die Lüfte
vom Weihnachtsmarkt und noch andere Düfte.
Der Frost zaubert Blumen auf manche Scheiben,
die Kälte lässt uns die Finger reiben.

So ist es, so spürst du es weit und breit:
Nun kommt die gemütliche Weihnachtszeit.
Die Zeit der Besinnung, die Zeit der Kerzen,
aber auch die Zeit der gütigen Herzen.

Hab acht auf dein Herz, hör darauf, was es sagt.
Kann sein, dass dich plötzlich ein andrer Mensch fragt:
Gibt es einen Ort hier, ein warmes Heim?
Dann überlege nicht lang und bitt ihn herein.

© Silke Wojtowitz 2005

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Herbsthauch

Herbst, du bist da!
Deine leuchtende Farben erfreuen mein Herz
und beleben meine Sinne.
Dein würziger Duft,
die Feuchtigkeit deines Atems
erquicken meine Nase.
Deine Stürme blasen
meine Gedanken frei,
vertreiben des Sommers Hitze.
Die Natur legt sich schlafen!
Schon möchte ich beginnen
mit dem Sammeln von Vorräten,
möchte mein Heim behaglich machen,
Kerzen anzünden
und mich mit einem schönen Buch
in die Ecke verkriechen.
Herbst, du hast so viele Gesichter!

© Silke Wojtowitz 2005

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Mooshügelland

Im Innern der Insel, im Samtkleid gebettet,
Mooshügellandschaft liegt friedvoll da.
Kraftstrotzende Alpen mit Rotlicht gekettet
inmitten des Fjordes Wasserklar.

Im Silbern des Mondlichtes schimmernden Flügel
glänzt schwingend der wogende Wellenkamm.
Umgeben vom moosüberwucherten Hügel
fließt säuselnd ein gurgelnder Meeresklamm.

Sanft sinkt jeder Fuß ein im grünlichen Meere,
die weiche Decke streicht zärtlich die Haut.
Bergantlitz gefesselt vom Dämmerungs-Heere,
durch Nebelschlieren der Blick sie erschaut.

Wo finde ich Halt, dass ich nicht erbleiche,
wenn Windes Atem haucht kühl mein Gesicht
in Dunkelheit kriechend den Hügel erschleiche,
des nächtlichen Vorboten schaurige Pflicht.

Aus Schwärze und Grausen will heimwärts ich gehen,
das schützende Heim liegt nicht weit entfernt.
Die Flamme entfängt mich mit knisterndem Flehen,
Mooshügellandschaft hat mich nicht erwärmt.

© Silke Wojtowitz 2005

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Liebesstrom

Im Soge eures Lebens seid ihr aufeinander zugetrieben.
Eure Herzen beschlossen, sich ineinander zu verlieben.
Wie Ebbe und Flut seid ihr miteinander verbunden.
Trotz weiter Ferne habt ihr zueinander gefunden.

Es liegt jetzt an euch, dieses Glück schön zu gestalten,
in Höhen und Tiefen euch an den Händen zu halten.
Gemeinsamkeiten pflegen, Toleranz und Vertrauen,
herzlich sein zu dem Partner, darauf könnt ihr gut bauen.

Lasst eure Herzen sprechen, auch in schlechteren Zeiten.
So könnt ihr euch gut auf alle Stürme vorbereiten.
Und sollte Kindergeschrei wiederhallen in Räumen,
denkt trotz allem an euch beide, vergesst nicht zu träumen.

Denn die Kinder werden groß, gehen dann eigne Wege.
Die Liebe kann bestehn nur unter dauernder Pflege.
Von heute an soll´n euch gute Wünsche begleiten:
viel Glück und wunderbare gemeinsame Zeiten!

© Silke Wojtowitz 2005

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Lachender Tag

Im Sonnenlicht, da fühlt mein Herz,
was sonst ganz tief verborgen.
Es jubelt, spürt dann ohne Schmerz,
dass Gott mich wird versorgen.

Die Wärme flutet Blut und Geist,
entzündet die Gedanken,
erquickt die Seele, spornt den Fleiß
und öffnet alle Schranken.

Die Strahlen streicheln mein Gesicht
ganz herzlich und sehr sachte.
Vergessen werde ich es nicht,
dass dieser Tag so lachte!

© Silke Wojtowitz 6. März 2005

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Baumgeist

Erhaben, so schwingen die Wipfel im Wind,
der kräftige Ast wiegt sein Blattkind geschwind,
Der Geist in den Bäumen vereint die Natur,
ein Sausen und Ächzen, von Stille keine Spur.

Ein Blick in die Höhe weckt Sehnsucht nach Licht.
Der Duft feuchten Laubes, der stört mich ja nicht.
Auf krustiger Rinde wächst Moos, weich und fein,
den Stamm wickelt zärtlich der Efeurank ein.

Die Borke zerschrunden, die Zweige verzerrt,
in Furchen, da geht oft das Kleintier ans Werk.
Dein Blätterdach schützt mich vor Regen und Schnee,
mein Baumfreund, ich freu mich, sobald ich dich seh´.

© Silke Wojtowitz August 2005

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Du bist da

Du bist wie die hellen Strahlen
der Sonne,
unsere Freude.

Du bist wie das frische Grünen
der Pflanzen im Frühling,
unsere Hoffnung.

Du bist wie der starke Leuchtturm
im Meer des Lebens,
unsere Sicherheit.

Danke, dass du da bist!

© von Diana

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